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Motivation: Alles was du wissen musst

Klar, wenn wir das Wort Motivation hören, haben wir viele verschiedene Assoziationen im Kopf. Wir alle definieren den Begriff auf unsere eigene Weise und verbinden ihn mit unterschiedlichen Erfahrungen. Für die einen geht Motivation vielleicht mit einem netten Lob einher, die anderen denken bei Motivation an materielle oder ideelle Werte, wie beispielsweise das neue Auto oder der Gehalt am Ende des Monats. 

Ganz allgemein kann im Hinblick auf das Thema zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden werden. Grob gesagt: Für intrinsische Werte ist jeder einzelne selbst verantwortlich, diese Faktoren gehen von jedem selbst aus. Die extrinsische Motivation entsteht aus externen Faktoren. Mehr dazu erfährst du hier!  

Intrinsische Motivation

Die intrinsische Motivation gilt als die wichtigste und intensivste Form der Motivation. Wer intrinsisch motiviert ist, übt eine Tätigkeit aus, weil er sie interessant findet, er grundsätzlichen Spaß daran hat oder diese als besonders sinnvoll beziehungsweise herausfordernd empfindet. Intrinsische Motivation zeichnet sich jedenfalls durch ehrliche Freude an einer Aufgabe aus. Zu sehen ist dieser innere Antrieb, wenn jemand eine Sache mit viel Leidenschaft ausübt und regelrecht dafür brennt. Man ist in Dingen wie diesen ungemein motiviert, verbringt seine Freizeit damit und könnte sich stundenlang damit beschäftigen. Es braucht keine Form von Belohnung oder Bestätigung. Intrinsisch motivierte Menschen wollen eine Sache von sich heraus tun und diese voll und ganz beherrschen. Einfach aus persönlichem Vergnügen. Das Erreichen von Zielen an sich ist Belohnung genug, ohne dass es auf einen rationalen Zweck ausgerichtet sein muss.

Beispiele für intrinsische Motivation
  • Interesse:
    Ein sehr wichtiger Punkt für intrinsische Motivation ist das Interesse an einer Sache. Wichtig zu wissen: Man muss nicht immer unbedingt von Anfang an für eine Sache brennen. Oft kommt das Interesse auch erst später, nachdem man sich schon mit einer Angelegenheit beschäftigt hat und die spannenden Seiten daran entdeckt hat. 

 

  • Lust & Spaß:
    Diese zwei Faktoren hängen wiederum von verschiedenen Komponenten ab. Hat man beispielsweise ein Umfeld, das man sehr gerne mag, sei es jetzt örtlich oder auch auf Personen bezogen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Spaß an einer Sache hat schon viel größer.

 

  • Sinnhaftigkeit:
    Aufgaben, in denen wir wenig Sinn sehen, machen uns selten Spaß. In weiterer Folge verlieren wir schnell die Motivation für solche Dinge. Immerhin wollen wir Ergebnisse sehen. 



  • Eigene Werte:
    Auch persönliche Werte spielen eine große Rolle, wenn es um die Motivation geht. Hier ein kleines Beispiel: Wenn man beispielsweise viel Wert auf die neueste Technik legt, interessiert man sich höchstwahrscheinlich auch dafür und ist motivierter, im Elektrofachhandel zu arbeiten, als wenn elektronische Geräte keine große Rolle im eigenen Leben spielen. 

Extrinsische Motivation

Der Gegenpol zum inneren Antrieb ist die extrinsische Motivation. Diese Form des Antriebs wird von außen bewirkt. Das bedeutet, dass man sich einer Aufgabe nicht um ihrer selbst willen widmet, sondern weil man durch externe Einflüsse dazu motiviert wurde. Bei Handlungen, die aus einer extrinsischen Motivation heraus entstehen, machen wir etwas, um ein Ziel zu erreichen. Das können konkrete Vorteile und Belohnungen sein, aber auch die Akzeptanz und Zugehörigkeit zu einer Gruppe sind externe Motive. Der Unterschied zeigt sich an einem einfachen Beispiel: Ein intrinsisch motivierter Mensch wählt die Ausbildung oder den Studiengang, der ihn persönlich interessiert und an dessen Inhalten er von sich aus Spaß hat. Extrinsische Motivation richtet sich beispielsweise nach späteren Verdienstmöglichkeiten oder nach den Vorstellungen der Eltern.

Faktoren für extrinsische Motivation können beispielsweise sein:
  • Sozialer Status:
    Unser sozialer Status zeichnet sich immer noch stark von unserer beruflichen Position ab. Wenn wir uns einen Produktionsbetrieb ansehen, genießt der Geschäftsführer einen höheren sozialen Status als beispielsweise ein Lagerarbeiter, obwohl beide Stellen extrem wichtig für die weitere Versorgungskette sind. Im “sozialen Ranking” aufzusteigen, kann also eine wahnsinnig große Motivation sein. 

 

  • Macht:
    Wenn wir bei unserem Beispiel im Produktionsbetrieb bleiben, können wir ganz klar sagen, der Geschäftsführer hat natürlich mehr Macht als der Lagerarbeiter. Er hat immerhin auch mehr Verantwortung. Die Möglichkeit, delegieren zu können, kann uns also auch motivieren.

 

  • Reichtum:
    Der Gehalt am Ende des Monats gehört wohl zu den häufigsten Faktoren, wenn es um Motivation bei der Arbeit geht. Das muss natürlich nicht heißen, dass keine intrinsische Motivation vorhanden ist. Die eine schließt die andere nicht aus – aber dazu später mehr. 

 

  • Zugehörigkeit:
    Der Mensch ist ein Rudeltier. Wir lieben das Gefühl der Zugehörigkeit, sei es in der Familie, im Freundeskreis oder im Unternehmen. Demnach zählt die Zugehörigkeit auch als wichtiger externer Faktor, wenn es um Motivation geht. 
Das Zusammenspiel der Motivationen

Intrinsische Motivation schließt die extrinsische keinesfalls aus.  Experten gehen nämlich davon aus, dass beide Formen ohne Auswirkungen nebeneinander bestehen können – solange eine Voraussetzung erfüllt wird: Eine Belohnung muss einen konkreten Bezug zu einem Leistungskriterium haben. Wird jemand nur für die reine Ausübung einer Tätigkeit belohnt, sinkt die intrinsische Motivation.

Fazit

Grundsätzlich gilt intrinsische Motivation als die stärkere und bessere Antriebskraft. Kommt die Motivation von innen, ist man leistungsfähiger, engagierter und eher in der Lage, Schwierigkeiten zu überwinden. Das Maß der intrinsischen Motivation beeinflusst zudem die Lernbereitschaft – ein großer Vorteil in Ausbildung, Studium, Fort- oder Weiterbildung und natürlich im Job. Motivation von innen ist deshalb ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor. Zudem gilt intrinsische Motivation als Voraussetzung für Kreativität und flexibles Denken. Es braucht echtes Interesse und Spaß an einem Thema, um sich kreativ damit auseinanderzusetzen. Wer intrinsisch motiviert handelt, ist außerdem zufriedener. Man fühlt sich nicht zu etwas gezwungen oder gedrängt. Man tut es aus Spaß, Interesse und eigener Entscheidung. Wenn das mal nicht motivierend ist! Wir hoffen, dass wir dir einen guten Überblick über das komplexe Thema verschaffen konnten und dir ein paar wichtige Basics auf deinen Weg mitgegeben haben.

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