Allgemein / 26 Nov 2020
Smartphone-Fotografie: So gelingt der perfekte Schnappschuss

Smartphones erleichtern uns das Leben in vielerlei Hinsicht – nicht nur in Bezug auf die Kommunikation, sondern auch in Hinblick auf die Fotografie. Die Zeiten, in denen man sich eine teure Kamera mit Zubehör und externer Software zulegen musste, um professionelle Fotos zu machen, sind vorbei. Im Smartphone-Zeitalter kann bereits eine gute Handykamera ausreichen. Wir verraten Ihnen, wie Sie gelungene Aufnahmen mit Ihrem ständigen Wegbegleiter, dem Handy, machen können.

Tipp 1: Aktivieren Sie die Rasteransicht

Eine der simpelsten Möglichkeiten, die Qualität Ihrer Handyfotos zu verbessern, besteht darin, ganz einfach die Rasteransicht der Smartphone-Kamera zu aktivieren. Das Raster, das erscheint, teilt Ihren Bildschirm anschließend in neun gleiche Rechtecke. Die Rasteransicht ermöglicht es nun, die sogenannte Drittel-Regel zu befolgen, die bereits große Wirkung erzielt. Wenn Sie das Fotoobjekt entlang der Linien platzieren, wirken ihre Fotos automatisch ansprechender und professioneller. Probieren Sie es aus!

Tipp 2: Fokussieren Sie sich auf das Hauptobjekt

Wenn man durch Instagram scrollt, sieht man immer wieder sehr gelungene Fotos, die tatsächlich nur ein einziges Objekt abbilden. Der Schlüssel zu einem solch gelungen Foto ist, auf die Bildkomposition zu achten und etwa zwei Drittel des Bildes als Negativraum zu nutzen, da so das Auge des Betrachters auf das Hauptobjekt gelenkt wird. Vergessen Sie dabei nicht, den Fokus Ihrer Handykamera manuell zu setzen, damit eine optimale Belichtung gewählt wird.

Tipp 3: Achten Sie auf das Licht

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass es sich bei Handyfotos empfiehlt, auf den Blitz zu verzichten, da Fotos ansonsten schnell überbelichtet sein können, Farben nicht korrekt dargestellt werden und abgebildete Menschen oftmals sehr blass wirken. Versuchen Sie anstatt des Blitzes, das Umgebungslicht möglichst effektiv einzusetzen. Man mag es kaum glauben, aber das geht auch abends und nachts. Tagsüber lassen sich beispielsweise interessante Schatten erzeugen, wenn das Licht durch das Fenster scheint und abends entstehen durch das Licht von Straßenlaternen und Gebäuden spannende Silhouetten. Doch wann ist das natürliche Licht besonders optimal? Das beste Licht für Fotos hat man in der Zeit des Sonnenaufgangs und des Sonnenuntergangs, denn das Licht ist in dieser Zeit besonders sanft. In der Fotografie bezeichnet man diese Zeitspanne auch als „Golden Hour“.

Tipp 4: Fotografieren Sie nur tagsüber mit Blitz

Ja, im 3. Punkt wurde zwar angeführt, dass es sich eher empfiehlt, auf den Blitz zu verzichten, doch in manchen wenigen Situationen werden Handyfotos tatsächlich schöner, wenn sie mit Blitz aufgenommen werden. Dies gilt allerdings eher selten für Nachtaufnahmen, da der helle Blitz im Dunkeln für zu starke Kontraste sorgt. Wenn Sie allerdings tagsüber mit Blitz fotografieren, werden Schatten hinter oder unter dem Fotoobjekt sanfter. Schalten Sie beim nächsten Mal, wenn sie beispielsweise ein Produkt fotografieren, einfach mal den Blitz ein und lassen Sie sich vom Ergebnis überraschen. Der Schatten im Foto wirkt deutlich sanfter als ohne Blitz und darüber hinaus kann man auch oftmals einzelne Details besser erkennen.

Tipp 5: Scheuen Sie sich nicht davor, Fotos nachzubearbeiten

Die Nachbearbeitung von Fotos ist ein sehr wichtiger letzter Schritt, der den Bildern einen zusätzlichen Schliff verleiht. Die Qualität und die Wirkung eines Handyfotos kann mithilfe von Fotobearbeitungsapps wesentlich beeinflusst werden. Die Anwendung von Filtern trägt dazu bei, dass beispielsweise Essensfotos noch appetitlicher aussehen und Farben noch besser wirken. Bereits „kleine“ Nachbearbeitungen wie beispielsweise die Angleichung der Helligkeit, die Erhöhung des Kontrastes oder der Farbausgleich können viel bewirken und erhöhen die Qualität eines Handyfotos um ein Vielfaches.

Tipp 6: Finger weg von der Zoom-Funktion

Um ein Motiv zu fotografieren, das sich in einiger Entfernung befindet, verwenden viele Personen die Zoom-Funktion. Die Nutzung dieser Funktion liegt zwar nahe, ist bei der Smartphone-Fotografie allerdings nicht empfehlenswert. Das liegt daran, dass herangezogene Objekte häufig verschwommen oder verpixelt abgelichtet werden. Versuchen Sie stattdessen lieber, näher an das Objekt heranzukommen. Wenn das nicht möglich ist, nehmen Sie das Foto trotzdem ohne Zoom-Funktion auf und schneiden es später zu. Auf diese Art und Weise vermeiden Sie, dass die Fotoqualität leidet und Sie profitieren zudem davon, dass Sie anschließend bei der Nachbearbeitung mehr Spielraum haben.

Wie Sie sehen, muss man nicht immer unbedingt zur professionellen Kamera greifen, um gute Fotos zu machen – auch kleine Tipps und Tricks können wesentlich zur Verbesserung der Fotoqualität beitragen. Gute Smartphone-Fotos kann man als Laie oftmals gar nicht mehr auf den ersten Blick von Fotos, die mit einer Kamera aufgenommen wurden, unterscheiden. Genau das sollte Sie dazu ermutigen, auch mal Fotos mit Ihrem ständigen Wegbegleiter, dem Smartphone, aufzunehmen. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren unserer Tipps – Sie werden sehen, dass diese Kleinigkeiten bereits einiges bewirken können. Versprochen.

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