Allgemein, Tips / 08 Okt 2020
So klappt’s mit dem Startup!

Viele träumen vom eigenen Unternehmen und verbinden diesen Wunsch mit den nur allzu bekannten Erfolgstorys von Mark Zuckerberg und Co. Weltbekannte Entrepreneure sind die Vorbilder für viele angehende Unternehmensgründer, allerdings wird oft vergessen, dass aller Anfang schwer ist und beinahe jede Erfolgsgeschichte nicht unbedingt rosig begann. Trotz der Risiken ist es wichtig, die eigene Vision zu verfolgen und stets seine Chancen im Blick zu behalten. Doch wie geht man die Startup-Gründung überhaupt an? Wir erklären Ihnen, wie der Weg von der ersten Idee bis hin zum erfolgreichen Startup-Unternehmen aussehen kann.

1. Die Ideenentwicklung

Gute und erfolgreiche Startup-Ideen lösen relevante Probleme, mit denen die meisten Menschen im Alltag konfrontiert sind. Aus genau diesem Grund beginnt man am besten mit den eigenen Alltagsproblemen und stellt sich die folgenden Fragen: Was stört mich richtig? Was nervt mich jeden Tag? Was würde ich gerne ändern? Die Probleme, die einem dabei in den Kopf kommen, hätten höchstwahrscheinlich großes Potenzial für eine Startup-Idee. Diesen Einfällen sollte man weiter auf den Grund gehen und erste Problemlösungen entwickeln.

2. Die Entwicklung eines Prototyps

 Wenn die Idee soweit steht, kann man anschließend dazu übergehen, die Lösung umzusetzen zu versuchen. Ob als Skizze oder als Prototyp – wichtig ist, dass sich andere Leute etwas unter der Idee vorstellen können oder das Produkt im besten Fall gleich ausprobieren können. Oftmals stellt sich dabei heraus, dass die Lösung bei anderen nicht unbedingt so ankommt, wie erwartet, aus diesem Grund nennt man die erste Umsetzung der Idee ja auch Prototyp. Im folgenden Schritt adaptiert man die Ideenumsetzung also ein wenig und wiederholt diesen Prozess so lange, bis man ein Produkt entwickelt hat, das den potenziellen Konsumenten gefällt und sie zum Kauf anregt.

3. Das passende Gründerteam suchen

Die richtigen Co-Gründerinnen und Co-Gründer zu finden, ist unglaublich wichtig, denn man sollte sich vollkommen auf sein Team verlassen können, um ein erfolgreiches Startup-Unternehmen zu gründen. Da dieses Vertrauen untereinander von so großer Bedeutung ist, werden Startups auch sehr häufig unter guten Freunden gegründet. Essenziell für die richtige Teamwahl ist es jedoch auch, dass jedes Mitglied unterschiedliche Stärken mitbringt. Ein Universalrezept für die optimale Teamzusammenstellung gibt es nicht, allerdings hat sich herausgestellt, dass viele erfolgreiche Teams aus einem Hacker, einem Hipster und einem Hustler bestehen. Der Hacker zeichnet sich vor allem durch seine technische Expertise aus, der Hipster sorgt für die Kreativität und kümmert sich um Produktdesign und Branding, der Hustler deckt die wirtschaftlichen Aspekte ab und versteht, wie man das Produkt und die Vision dahinter an den Kunden bringen kann. Wie Sie sehen, ergänzen sich die drei unterschiedlichen Charaktere sehr gut und können auf diese Art und Weise ein Startup zum Laufen bringen.

4. Einen Businessplan schreiben

Auch wenn der Businessplan oft als veraltet bezeichnet wird, führt kein Weg an ihm vorbei, denn er erfüllt gleich mehrere Zwecke. Im Zuge der Erstellung des Businessplans bereitet man sich intensiv auf die Gründung des Unternehmens vor und setzt sich mit der Geschäftsidee, den Chancen, den vermeintlichen Risiken und den Zielen auseinander. Sie prüfen also Ihre Vision auf das wirtschaftliche Potenzial. Neben diesem Aspekt ist der Businessplan aber auch ein wichtiges Planungstool, in dem die Ziele für die nächsten Jahre festgelegt und später überprüft werden können. Auch in Bezug auf die Kapitalsuche ist das Dokument relevant, denn Banken und Investoren setzen auf den Businessplan und die darin angeführten Annahmen und Zahlen. Damit der Businessplan die genannten Zwecke erfüllt und sowohl für Internes als auch für Externes verwendet werden kann, sollte er folgende Struktur aufweisen:

  • Executive Summary: Zusammenfassung des Geschäftsmodells
  • Vorstellung des Gründers beziehungsweise des Gründerteams
  • Erläuterung der Geschäftsidee (Produkt oder Dienstleistung)
  • Marktübersicht / Zielgruppe
  • Präsentation der Marketingstrategie
  • Unternehmensorganisation (Rechtsform, Standort, Personal etc.)
  • Finanzplanung
  • Analyse der Chancen und Risiken

5. Die Finanzierung planen

Im besten Fall benötigt man zu Beginn gar keine externe Finanzierung, da die Gründer erste Prototypen in ihrer Freizeit bauen beziehungsweise programmieren. Optimal verläuft es, wenn man von Anfang an mit seinen Prototypen Umsätze macht, mit denen man sich weiterfinanzieren kann. Diese Art der Finanzierung bezeichnet man als Bootstrapping.  Unter Bootstrapping versteht man eine Strategie, bei der man so vorgeht, dass man das weitere Wachstum mithilfe seiner Einnahmen finanziert. In vielen Fällen ist die Bootstrapping-Variante allerdings nicht möglich, weil die Produktentwicklung zu aufwendig ist oder Kunden die ersten Prototypen nicht bezahlen möchten. Wenn dies der Fall ist, müssen die Startup-Gründer externe Investoren finden, die von der Idee überzeugt sind.

6. Marketing: So gewinnen Sie Kunden

 Gerade wenn man auf die Strategie des Bootstrappings setzt, ist es wichtig, mithilfe des Marketings Überprüfungen aufzusetzen, die klare Zahlen liefern. In Bezug auf das richtige Marketing gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, auf die hier eingegangen werden soll.

Online-Marketing

Beinahe jedes erfolgreiche Startup setzt auf die Kraft des Online-Marketings und die verschiedenen Maßnahmen wie beispielsweise Google Ads, Suchmaschinenoptimierung, E-Mail-Marketing, Social-Media-Kampagnen und viele mehr.

Suchmaschinenoptimierung

Die Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO) ist eine effektive Variante, die dabei hilft, potenzielle Besucher und Kunden immer wieder auf Ihre Seite zu locken. Die Basis hierbei stellen eine ausgereifte Keyword-Strategie, eine klar strukturierte Website und die Füllung dessen mit hochwertigen Inhalten dar.

Content-Marketing

Unter Content-Marketing versteht man das Erstellen und Veröffentlichen eigener Inhalte vor allem auf der eigenen Website. Im Grunde geht es darum, nutzwertige und/oder unterhaltsame Inhalte zu erstellen, die nicht unbedingt etwas mit der klassischen Produktwerbung zu tun haben. Gleichzeitig ist es jedoch trotzdem wichtig, dass die Inhalte zum Unternehmen passen und auch mit SEO abgestimmt werden.

Blog-Marketing

Beinahe jedes Startup setzt außerdem auf einen eigenen Blog, doch die wenigsten verfolgen eine klare Strategie. Man sollte sich fragen, welche Inhalte erstellt werden sollen und welche konkreten Ziele man damit verfolgt. Eines steht fest: Mit einem lebendigen Blog kann man sehr viel erreichen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel einen Überblick verschaffen konnten, wie man an die Gründung eines Startups herangehen kann. Vielleicht steckt in Ihnen ja bereits DER Startup-Gründer von morgen. Wir wünschen viel Erfolg und geben Ihnen noch gerne eine Weisheit von Johann Wolfgang von Goethe mit auf den Weg:

„Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.“

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